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VBGL Newsletter

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VGBL

Newsletter Juni 2026

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ein weiteres Schuljahr neigt sich dem Ende entgegen und wir möchten uns ganz herzlich für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit bedanken.

Durch unsere Signal-Gruppe – wir hoffen hier auf noch mehr Nutzer*innen aus euren Reihen - haben wir die Möglichkeit, schnell eure Meinung zu bestimmten Fakten zu erfragen, bevor wir gegenüber der SenBJF oder der Presse ein Statement unseres Verbandes abgeben.

In den Newslettern versorgen wir euch regelmäßig mit den neuesten Informationen bezüglich unserer Arbeit und hoffen, dass ihr euch auf diesem Wege „mitgenommen“ fühlt. Bei unseren Treffen in Präsenz (Neujahrstreffen, Jahreshauptversammlung und Sommerfest) würden wir uns etwas mehr Beteiligung eurerseits wünschen, da wir den persönlichen Austausch mit euch sehr wertschätzen.

Vielleicht nehmen wir uns das für das neue Schuljahr vor?! Jetzt wünschen wir euch, dass ihr gut und vor allen Dingen gesund durch die „endstressige“ Zeugniszeit kommt. Erholt euch in den Ferien und lasst im Urlaub euer Endgerät zu Hause!!!

Herzliche Grüße
Stefanie, Christiane, Giorgina, Gunnar und Guido

1. Aktuelles aus dem Vorstand

Bei unserer Jahreshauptversammlung standen turnusgemäß die Wahlen für den Vorstand auf dem Programm. In den kommenden zwei Jahren leiten Stefanie Winde und Guido Richter als Vorsitzende unseren Verband. Als Stellvertreter*in fungieren Giorgina Kazungu-Haß und Gunnar Beyer. Vervollständigt wird der Vorstand durch unsere Kassenwartin Christiane Bauer. Wir bedanken uns für euer Vertrauen und hoffen, dass wir weiterhin gut und vertrauensvoll zusammenarbeiten.

2. Treffen mit der Senatorin am 24.6.

In unserem letzten Jour fixe mit der Senatorin haben wir noch einmal einige Fragen gestellt und teilweise auch Antworten erhalten. So sagte uns Frau Günther-Wünsch zu, dass bei VERA 3 und 4 jeweils eine Klassenarbeit in Deutsch und Mathematik weniger geschrieben werden darf. Die Umsetzung ist schon für das kommende Schuljahr 2026/27 geplant.

Frau Günther-Wünsch teilt unsere Auffassung, dass Schulleitungen in der Grundschule in der nächsten Legislaturperiode sukzessive entlastet werden müssen. Dies soll durch zusätzliche Zuweisungen von Entlastungsstunden über die Schulorganisation und durch den weiteren Aufbau eines mittleren Managements erfolgen. Die Umsetzung dieser Idee wird natürlich wesentlich vom Ausgang der Wahl im September abhängen.

Weiterhin haben wir den Umstand angesprochen, dass viele Verwaltungsleitungen den Herausforderungen ihres Jobs nicht wirklich gewachsen sind und somit keine wirkliche Entlastung für uns sind.

Von Senatsseite geht man davon aus, dass eine Verwaltungsleitung, bevor sie ihren Dienst antritt, sechs Fortbildungen mit den für die Arbeit an der Schule relevanten Inhalten, besucht. Dies ist in unserer Wahrnehmung nicht der Fall. Die Umsetzung und Kontrolle soll aber den Bezirken obliegen.

Auch in Bezug auf das zukünftige Ausbildungsformat der Referendar*innen haben wir unsere Sorgen bezüglich einer passgenauen Umsetzung durch das BLIQ geäußert. In diesem Zusammenhang möchte die Senatorin in Zukunft zumindest bei der Zuweisung der Referendar*innen den Einsatz in Bedarfsregionen lenken.

3. Auswertung des Konflikt- und Gewaltbarometers

Berlin hat 2025 als 1. Bundesland beim Institut für Demoskopie Allensbach eine Studie in Auftrag gegeben, um ein vertieftes Verständnis darüber zu gewinnen, wo und aus welchen Gründen Konflikte im Schulalltag entstehen. Außerdem geht es darum, besser einschätzen zu können, wie Schulen in der Prävention und Bearbeitung dieser Situationen wirksam unterstützt werden können.

Ca. 1.400 Klassen und Kurse der Jahrgangsstufen 6,9 und 12 an 450 Schulen in ganz Berlin beteiligen sich an der Befragung. Auch die Expertise von Lehrer*innen und weiterem pädagogischen Personal floss in die Studie ein. Wissenschaftlich begleitet wird die Studie von Prof. Ullrich Bauer von der Universität Bielefeld und Prof. Marc Grimm von der Universität Wuppertal.

Am Donnerstag, 3.6.26 wurden jetzt die Ergebnisse der Studie erstmals vorgestellt. Anwesend waren neben den Verantwortlichen für die Studie, Frau Günther-Wünsch, alle Staatssekretär*innen und Abteilungsleiter*innen der SenBJF sowie die Vertreter*innen der Schulleitungsverbände. Obwohl nur die wesentlichen Aussagen betrachtet werden konnten, zeigte sich schnell, dass es die größten Probleme mit Konflikten und Gewalt an den Berliner Grundschulen gibt. Hier wirkt sich nach übereinstimmenden Aussagen der SuS und Pädagog*innen die Gewalt massiv auf das Klima an der Schule aus und beeinträchtigt in hohem Maß das Lernen und damit auch den Lernerfolg.

In weiteren Treffen sollen jetzt auch die Eltern und andere Akteure im Bildungsbereich, wie die Jugendämter und die SIBUZe eingebunden werden. Ziel ist es, insbesondere die Grundschulen merkbar besser bei der Prävention zu unterstützen. Zusätzlich geht es auch darum, wie die Intervention besser, verbindlicher und schneller funktionieren kann.

Wir werden euch weiter informieren und uns in den weiteren Treffen intensiv dafür einsetzen, dass uns konkrete Unterstützungsmaßnahmen zugesagt werden.

4. Runder Tisch „Smartphones in der Schule“

Seit April 2026 tagt auf Einladung der Bildungssenatorin der Runde Tisch „Smartphones in der Schule“. Ziel des Gremiums ist es, für alle Schularten sowie für Schüler:innen, Eltern, Schulleitungen und alle weiteren Akteure in der Schule die Frage des Umgangs mit Smartphones zu beantworten und den Schulen möglichst handhabbare Rahmenbedingungen zu geben. Dabei sollen einerseits die Chancen der Smartphone-Nutzung genutzt, andererseits die damit verbundenen Risiken möglichst minimiert werden.

Am Runden Tisch saßen nicht nur Vertreter:innen sämtlicher Schulleiterverbände, sondern auch Fachleute aus den Bereichen Polizei, Senatsverwaltung (Bildung und Inneres), Universität, Prävention sowie Vertreter:innen von Medienunternehmen und Verbänden. Die unterschiedlichen Perspektiven machten deutlich, wie vielschichtig das Thema ist.

Während die Schulleitungen einerseits nach konkreten Vorgaben bzw. rechtlichen Rahmenbedingungen für die (Einschränkung der) Handynutzung durch die Schulverwaltung suchten und vor den Folgen einer zum Teil exzessiven Nutzung – etwa Cybermobbing oder Betrugsversuchen – warnten, betonten sie zugleich den Nutzen von Smartphones für den Unterricht. Ebenso hoben sie die Notwendigkeit eines systematischen Medienunterrichts hervor, um den fachgerechten und verantwortungsvollen Umgang mit Smartphones im Alltag und in der Schule zu vermitteln.

Vertreter:innen der Innenverwaltung und der Polizei warnten eindringlich vor den kriminellen Folgen einer unkontrollierten Handynutzung. Demgegenüber betonten Vertreter:innen der Medienbranche, beispielsweise von Google, insbesondere die Potenziale digitaler Endgeräte für zeitgemäßen Unterricht.

Die Elternvertreter:innen räumten einerseits ihre Verantwortung bei der Bereitstellung von Smartphones für ihre Kinder ein und betonten, dieser Verantwortung grundsätzlich gerecht zu werden. Zugleich drängten sie auf eine enge Partizipation der Eltern bei der Erarbeitung einheitlicher Regelungen.

Noch vor den Sommerferien sollen konkrete Vorschläge vorgelegt werden. Dabei sollen auch die Bezirke in den weiteren Abstimmungsprozess einbezogen werden.

5. Termine

Do, 17. Sep. 2026
1. Videokonferenz • 18:00 Uhr
Do, 14. Jan. 2027
Neujahrstreffen (Infos folgen)
Do, 11. März 2027
2. Videokonferenz • 18:00 Uhr
Do, 10. Juni 2027
Sommerfest (Infos folgen)

Mitglied werden – gemeinsam stärker

Der VBGL vertritt die Interessen der Berliner Grundschulleitungen in Politik und Verwaltung. Umso wichtiger ist Ihre Beteiligung: Mit Ihrer Mitgliedschaft stärken Sie die gemeinsame Stimme – und profitieren gleichzeitig von Informationen, Austauschformaten und Weiterbildung.

Gemeinsam gestalten wir eine starke
und zukunftsorientierte Grundschullandschaft.

Mit herzlichen Grüßen
Guido Richter Stefanie Winde, Giorgina Kazungu-Haß Gunnar Beyer Christiane Bauer

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