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VBGL Newsletter

Newsletter

VGBL

Newsletter Februar 2026

Liebe Kolleg*innen,

herzlich willkommen zur zweiten Ausgabe unseres Newsletters! Mit diesem Format möchten wir regelmäßig über Aktuelles, Hintergründe und kommende Termine aus der Arbeit des VBGL informieren.

Wir freuen uns, alle auf diesem Weg noch besser begleiten und vernetzen zu können.

1. Aktuelles aus dem Vorstand

Der Vorstand hat sich in den letzten Monaten neu formiert. Neben Guido Richter ist Stefanie Winde als Vorsitzende aufgestiegen, während Gorgina Kazungu-Haß vorläufig die Stellvertreterposition einnimmt und Christiane Bauer die Position der Schatzmeisterin übernommen hat. Trotzdem suchen wir noch ein weiteres Vorstandsmitglied für die zweite Stellvertreterposition. Wir haben uns zudem Unterstützung für die Büroarbeiten geholt, insbesondere bei der Mitgliederverwaltung.

2. In eigener Sache

Liebe Mitglieder, vielen Dank an alle, die schon ihren (Halb-)Jahresbeitrag bezahlt haben. Da wir gerade unsere Verwaltung neu aufstellen, werden wir euch erst Anfang März eine Beitragsbescheinigung verschicken können.

3. Rückblick auf beide Treffen mit der Senatorin

Die Senatorin begegnete uns bei unseren beiden Treffen im Dezember und Januar sehr offen und konstruktiv, war gut vorbereitet und überraschte damit, dass wir mit einigen Forderungen scheinbar offene Türen bei ihr einrannten:

Übergang von der KiTa zur Grundschule
Es soll demnächst ein Referentenentwurf auf Bundesebene präsentiert werden (hier bewegen wir uns ja in der Bundesgesetzgebung). Auch ist ein Pilotprojekt angedacht, bei dem vereinzelt Vorklassen für besonders schwache Schüler:innen, evtl. auch mit geringen Deutschkenntnissen, an einigen Schulen eingerichtet werden sollen. Sie stimmte hinsichtlich der Notwendigkeit zu, dass Schulanfänger:innen besser auf die Schule vorbereitet und fitter in der Schule ankommen müssen. Als Verband haben wir bei unseren zweiten Treffen konkrete Vorschläge für Standards gemacht, die sie begeistert entgegennahm. Wir haben verschiedene Formate besprochen, wie diese Standards den KiTas und Eltern nahegebracht werden können. Hier wurden Infoabende für Eltern, aber auch Kooperationen zwischen Schulen und KiTas besprochen, aber auch daran angedacht, ob hier Schulen zunächst selbst Vorbereitungskurse für bestimmte Schüler:innen durchführen könnten (allerdings ohne hier bereits eigene Stunden dafür zur Verfügung gestellt zu bekommen). Es wurde deutlich, dass das Thema einen großen Raum einnimmt und eine große Bedeutung in der Arbeit der Senatorin der kommenden Monate haben wird. Wir haben eine enge Zusammenarbeit für die nächsten Monate vereinbart, was sich u.a. dadurch gezeigt hat, dass Guido als Experte zu diesem Thema in den Bildungsausschuss im Abgeordnetenhaus eingeladen wurde (weiteres dazu s.u.).

Verweilen nach der 1. Klasse
Das Verweilen bereits nach der 1. Klasse befürwortet die Senatorin und will das Schulgesetz entsprechend ändern, wobei ein Termin hierfür leider noch nicht feststeht. Wir werden hier darauf dringen, dass diese Schulgesetzänderung noch vor der Wahl im September vom Abgeordnetenhaus verabschiedet wird.

Inklusion
Beim Thema Inklusion liefen wir offene Türen ein, insbesondere bei der Frage weiterer Förderzentren (zwei wurden bereits neu gebaut und eingerichtet, was der Senatorin wohl viel Kritik eingebracht hat), der Notwendigkeit der Verkürzung der Bearbeitung der Sopäd-Bescheide seitens SIBUZ, eine Befristung von GE und ASS ist bereits abgeschafft (aber wahrscheinlich noch nicht in Kraft), demnächst findet zu GE und ASS ein Runder Tisch statt, zu dem wir eingeladen und zwei Vertreter:innen entsenden werden. Bei den fehlenden Inklusionsassistent:innen insbesondere in den Förderzentren wird sie nachhaken und sich melden; die Rückmeldungen hierzu waren bisher noch nicht sehr ergiebig.

Service Agentur Ganztag
Die Schließung der Service Agentur Ganztag ist vom Tisch; sie bleibt erhalten.

WebENC & LUSD
Die Senatorin hat unsere deutliche Kritik zur späten und immer wieder eingeschränkten Verfügbarkeit des Zeugnisprogramms innerhalb der LUSD und der vielen Fehler entgegengenommen. Bei unserem ersten Besuch vor Weihnachten hatte sie zugesagt, dass nach den Ferien zum Jahreswechsel alle Probleme behoben sein werden. Im Beisein der Staatssekretärin adressierte sie im zweiten Gespräch dabei die Verantwortlichkeiten für die beschriebenen Probleme genau und sagte uns zu, dass es zum Endjahreszeugnis diese Einschränkungen nicht mehr geben wird. Im Austausch wurde dabei deutlich, dass der Senatorin durch die Verantwortlichen rückgemeldet wurde, dass es zu keiner Zeit Schwierigkeiten mit dem Zeugnisprogramm gab.

Bei der Auswahl bezüglich Pilotschulen für verschiedene Projekte werden wir zukünftig gefragt und bei der Auswahl einbezogen.

4. Der VBGL-E-Mail-Verteiler

Liebe Mitglieder und Interessierte,

tragt euch bitte in unsere VBGL-Mailingliste ein, um künftig alle wichtigen Informationen, Termine und Neuigkeiten wie diesen Newsletter direkt von uns zu erhalten.

Mit diesem Newsletter bekommt ihr zusätzlich eine Bestätigungs-Mail von unserem Provider IONOS. Bitte stimmt dieser Anfrage einfach zu – und schon seid ihr offiziell Teil unserer Mailingliste.

Vielen Dank fürs Mitmachen und eure Unterstützung!

5. Unsere Signalgruppe

Kurze Wege um Mitglieder über die neuesten Entwicklungen zu informieren!, das ist ein wichtiges Ziel unseres Verbandes. Deswegen haben wir zusätzlich zu unserer Homepage, unserem E-Mailverteiler, dem Newsletter und den Videokonferenzen nun auch eine Signalgruppe eingerichtet.

Signal ist ein freier Instant-Messaging-Dienst für verschlüsselte Online-Kommunikation der US-amerikanischen gemeinnützigen Signal-Stiftung. Er ist vor allem für seine Datensparsamkeit und Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bekannt und wurde mehrfach von Sicherheitsexperten und Datenschutzorganisationen empfohlen. Zur Umsetzung der Datensparsamkeit dient das „Zero-Knowledge-Prinzip“, bei dem der Betreiber keinerlei Zugriff auf Nutzerdaten hat (aus Wikipedia, 27.1.26).

In dieser Gruppe wollen wir auf kurzem Weg eure Meinung zu tagespolitischen Themen. Hier könnt ihr auf schnellem Weg eure Meinung kundtun und die Meinungen anderer VBGL-Mitglieder sehen. Bislang haben wir eine Einstellung gewählt, die es nur dem Vorstand erlaubt, Nachrichten zu senden. Wir wollen euch damit vor zu viel Nachrichten schützen. Gern können wir darüber bei einem nächsten Treffen diskutieren, wie wir mit dem Messenger-Dienst weiter verfahren wollen.

6. DigitalPakt 2.0

Am 18.12.2025 einigten sich Bund und Länder in der Bildungsministerkonferenz auf den Digitalpakt 2.0. Bis 2030 wollen Bund und Länder je zur Hälfte gemeinsam fünf Milliarden Euro in die digitale Modernisierung der Schulen und des Unterrichts investieren. Anders als beim ersten DigitalPakt ist es diesmal das Ziel, den Verwaltungsaufwand bei der Verteilung der Gelder für die Länder und Schulämter deutlich zu reduzieren (mehr dazu hier).

Das Geld des Digitalpakts sollte eigentlich ab Januar 2026 nutzbar sein. In den zwölf Schulämtern und in der Senatsverwaltung werden aktuell noch die Details diskutiert, bevor das Geld fließen kann. Es bleibt die Hoffnung, dass es am Ende nicht unterschiedliche Regelungen in Pankow, Charlottenburg und Marzahn-Hellersdorf geben wird. Wir werden euch hierzu auf dem Laufenden halten.

Unabhängig von den verwaltungsrelevanten Fragen muss sich Schule (und die Senatsverwaltung) auch die Frage stellen, welches pädagogische Ziel mit der Digitalisierung des Bildungssystems verfolgt wird.

Wer sich Gedanken machen möchte, was digitale Bildung und KI im pädagogischen Kontext bedeuten kann, den möchten wir auf Gandawas Bildungsvision aufmerksam machen. Godfrey Gandawa ist Bildungsfuturist und Präsident der Springfield Research University und hat mit „Education 5.0“ und „Education 6.0“ spannende Konzepte entworfen.

„Bildung 5.0 steht für die Integration von Künstlicher Intelligenz, Datenanalyse und Automatisierung in Bildungsprozesse, um Lernen individueller, effizienter und technologiegestützt zu gestalten. Sie fokussiert sich auf die Nutzung digitaler Innovationen, um Wissenserwerb und Kompetenzen an die Anforderungen der Industrie 5.0 anzupassen.“

„Bildung 6.0 geht über reine Technologisierung hinaus und versteht Bildung als Werkzeug für Souveränität, Nachhaltigkeit und kulturelle Identität. Lernende werden zu aktiven Gestalter*innen einer gerechten, selbstbestimmten Zukunft.“ (aus didacta-magazin.de 4/2025)

Wir brauchen den Digitalpakt 2.0, weil wir in den Berliner Grundschulen immer noch keine ausreichende digitale Infrastruktur haben. Aber die Ausstattung allein bringt noch keine Digitalisierung in die Schulen. Wenn wir weiterhin in jeder Schule ein eigenes digitales Konzept entwickeln sollen, dann kostet das viele personelle Ressourcen. Wir wünschen uns deswegen, dass mit dem Digitalpakt 2.0 auch sinnvolle Qualifizierungen, handhabbare Leitfäden und klare Strukturen entwickelt werden, um wirklich fit für Education 5.0 und 6.0 zu werden.

7. Jahreshauptversammlung

Unsere nächste Jahreshauptversammlung findet am Donnerstag, den 23. April 2026 ab 14:00 Uhr statt. Wir treffen im Vorfeld ab 09:00 Uhr an der Maria-Leo-Grundschule, können die Schule im Rahmen einer Hospitation kennenlernen und ins Gespräch mit der Schulleitung kommen.
Die offizielle Einladung erhaltet ihr spätestens zwei Wochen vorher. Neben der Darlegung eines Rechenschaftsberichtes steht im Rahmen unserer Jahreshauptversammlung auch die (Neu-)Wahl des Vorstandes für die nächsten zwei Jahre an.

Zum Ablauf:

Zeit Programmpunkt
09:00 – 11:00 Uhr Hospitation
11:00 – 12:00 Uhr Gespräch mit der Schulleitung
12:00 – 14:00 Uhr Mittagspause
ab 14:00 Uhr Beginn der Jahreshauptversammlung

8. Pala, die VBGL-KI für Grundschulleitungen

Eltern legen einen Widerspruch gegen eine Ordnungsmaßnahme ein; Kolleg*innen beantragen die Genehmigung einer Nebenbeschäftigung; das Wetter spielt verrückt und du „darfst“ selbst entscheiden, ob die Kinder am nächsten Tag in die Schule sollen oder nicht….

Wer kennt sie nicht, diese Fragen und Aufgaben, die man irgendwann und irgendwo schon mal beantwortet und bearbeitet hat, aber von denen man nicht mehr sofort weiß, wie man mit ihnen umgehen soll. Man sucht dann im Schulportal und verzweifelt an der dortigen Struktur, man schaut in seinen Unterlagen und findet die AV Schulbesuchspflicht von 2017 und sinniert, ob sie noch aktuell ist. Oder man fragt Chat GBT/ Gemini, die auf die Frage auf Nebenbeschäftigung das Bayerische Verwaltungsrecht hinzuziehen!

Die Zeit des hektischen Suchens ist vorbei! Mit Pala – unserer KI für Berliner Grundschulleitungen. Pala (von Paladin: Ritter oder Gefolgsmann, treuer Anhänger, der gegen das Böse kämpft) ist ein speziell für Berliner Grundschulleitungen entwickelter digitaler Assistent. Er arbeitet ausschließlich auf Grundlage des Berliner Schulgesetzes, der Ausführungsvorschriften und relevanter Erlasse der Senatsverwaltung. Mit Pala lassen sich alle Fragen rund ums Berliner Schul- und Verwaltungsrecht schnell lösen. Neben einer Antwort erhält man die Quelle, über die man noch einmal direkt alles nachlesen kann. Pala wird ständig mit neuen Quellen gefüttert, so dass bald keine Fragen mehr offenbleiben sollten. Pala antwortet neutral, lösungsorientiert und stets mit Quellenangabe.

Jetzt gleich in unserem internen Bereich ausprobieren!

9. Workshop: "KI für Grundschulleitungen"

Der Arbeitsalltag von Grundschulleitungen ist komplex und fordernd. Künstliche Intelligenz kann hier unterstützen – wenn sie sinnvoll, rechtssicher und praxisnah eingesetzt wird.

In diesem Workshop erhalten die Teilnehmenden eine verständliche Einführung in KI im Leitungskontext und erproben konkrete Anwendungsmöglichkeiten für Ihren Schulalltag: von Elternkommunikation über Planung und Konzeptarbeit bis hin zur Schulentwicklung. Der Fokus liegt auf realistischen Szenarien und echter Entlastung – ohne technisches Vorwissen.

Ein zentrales Element ist die Einordnung des persönlichen Schulleitungs-KI-Levels der Teilnehmenden: Wo stehen sie aktuell und welche nächsten Schritte sind für sie sinnvoll und machbar?

Der Workshop ist interaktiv gestaltet. Sie bringen eigene Fragestellungen ein, tauschen sich mit Kolleg:innen aus und entwickeln erste Ideen für den Einsatz an Ihrer Schule – in einem geschützten und praxisnahen Rahmen.

Ziel des Workshops ist es, Sicherheit im Umgang mit KI zu gewinnen und konkrete Entlastungsmöglichkeiten für den eigenen Leitungsalltag mitzunehmen.

Die nächsten Termin finden im Februar in Lichtenberg und Neukölln statt. Im März dann in den Bezirken Reinickendorf und Pankow. Im April in Charlottenburg.

Bericht von einer, die dabei war: Das Tolle an dem WS ist, dass alle Inhalte zu 100% auf die Zielgruppe „Schulleitung“, also auf uns, zugeschnitten sind. Nachdem man im ersten theoretischen Teil die aktuellen Grenzen der KI und den rechtlichen Rahmen kennenlernt, fängt man im zweiten Teil an, sich damit zu beschäftigen, wie man konkret KI in der eigenen täglichen Arbeit nutzen könnte und z.T schon tut. Hier kommt man miteinander ins Gespräch, lässt sich inspirieren und macht konkrete Pläne, in welchen Bereichen man sich ab morgen mit KI die Arbeit erleichtern könnte.

Und genau hier wird nun ein zweiter WS ansetzen. In „KI für Grundschulleitungen – Teil II“ entscheiden wir uns vor Ort für eine Aufgabe, die wir mithilfe einer passenden KI bearbeiten wollen. Vorstellbare Aufgaben sind: (Eltern-)Brief verfassen, Email beantworten, Konzept schreiben, PPT erstellen, Gremiensitzung vorbereiten … der nächste Termin für Teil II ist am 26. März 2026 in Pankow. Ihr seid herzlich eingeladen, euch über unsere Homepage dafür anzumelden. Weiterhin gilt, dass die Teilnahme an den Workshops kostenfrei ist und für Nichtmitglieder 20,-€ kosten wird.

10. Fachbeirat Inklusion

DatumSchuleBezirkUhrzeit
19. Februar 2026Walter-Gropius-Schule (Teil I)Neukölln14:00 Uhr - 16:30 Uhr
26. Februar 2026Orankesee-Schule (Teil I)Lichtenberg14:00 Uhr - 16:30 Uhr
05. März 2026Ringelnatz-Grundschule (Teil I)Reinickendorf14:00 Uhr - 16:30 Uhr
26. März 2026Mendel Grundschule (Teil II)Pankow14:00 Uhr - 16:30 Uhr
16. April 2026Eichendorff-Grundschule (Teil I)Charlottenburg14:00 Uhr - 16:30 Uhr

Am 24.2.26 tagte der Fachbeirat Inklusion, in dem unser Verband vertreten ist. „Der Fachbeirat Inklusion hat die Aufgabe, die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie im weiteren Umsetzungsprozess zur inklusiven Schule in Berlin konstruktiv zu beraten. Seine Zusammensetzung soll gewährleisten, dass möglichst alle Akteurinnen und Akteure und Interessenvertretungen sowie die Wissenschaft in diesem Prozess Gehör finden.“ (Fachbeirat Inklusion - Berlin.de)

Der Fachbeirat beschloss auf seiner Sitzung zum Thema "unregelmäßig beschulte Kinder und Jugendliche“ Folgendes:

Der Fachbeirat begrüßt die Veröffentlichung der Ergebnisse der Abfrage von unregelmäßig beschulten Kindern im Jahr 2023. Gleichzeitig zeigen die vorliegenden Daten, dass die Abfrage aktuell in Bezug auf die systematische Erfassung von Rahmenbedingungen, Barrieren und strukturellen Ursachen noch unzureichend ist. Wir empfehlen eine verbindliche, berlinweit einheitliche und regelmäßige anonymisierte Erhebung sämtlicher Fälle, in denen Schülerinnen und Schüler nicht oder nicht regelmäßig am Unterricht teilnehmen, unabhängig davon, ob eine formale Zustimmung der Sorgeberechtigten vorliegt. Auch Konstellationen, in denen Eltern einer Nichtbeschulung zugestimmt haben, sollten als solche dokumentiert werden, wenn die Entscheidung vor dem Hintergrund struktureller Barrieren, fehlender angemessener Vorkehrungen oder nicht rechtzeitig bereitgestellter Unterstützungsleistungen getroffen wurde. Die Erfassung sollte zunächst rein deskriptiv und ohne schulische Interpretationsspielräume erfolgen. Eine nachgelagerte Kategorisierung der Fallkonstellationen kann in einem zweiten Schritt unter Einbeziehung weiterer Akteure, insbesondere betroffener Familien, entwickelt werden. Das Ziel sollte sein, strukturelle Problemlagen und verdeckte Exklusionsprozesse sichtbar zu machen, insbesondere mit Blick darauf, ob angemessene Vorkehrungen nach § 5 LGBG umgesetzt und mildere Maßnahmen nach § 43 Abs. 1 SchulG Bln angewandt worden sind. Gleichzeitig weist der Fachbeirat darauf hin, dass die ICF-orientierte Förderplanung und Bedarfsermittlung ein geeignetes Instrument darstellt, um die Förderfaktoren und Barrieren in Bezug auf Behinderungen systematisch zu erfassen und auch Unterstützungsmaßnahmen außerhalb des Rechtskreises Schule umfassend einzubeziehen. Das Instrument der ICF-basierten Teilhabe- und Förderplanung hat sich in Kindertagesstätten bereits bewährt. Eine Übertragung auf den Bereich Schule sollte geprüft werden. Wir empfehlen, auf Basis der verfügbaren Daten einen ressortübergreifenden

Maßnahmenkatalog zu entwickeln, der die Reduktion der Zahlen unregelmäßig und nicht beschulter Schülerinnen und Schüler zum Ziel hat. Dieser sollte rechtskreisübergreifend ausgerichtet und in kurz-, mittel- und langfristige Schritte gegliedert sein. Die designbasierte Schulentwicklung kann dabei genutzt werden. Die Perspektiven von Kindern und Eltern sollten in die weiteren Analysen und Maßnahmen verbindlich einbezogen werden. Die Reduktion von Nicht- und verkürzter Beschulung sollte als prioritäres Handlungsfeld definiert und in bestehende Strategien sowie laufende Reformprozesse integriert werden.

Wir begrüßen ausdrücklich die Einrichtung des im Frühjahr 2025 angekündigten Runden Tisches „Unregelmäßig beschulte Kinder und Jugendliche“ und empfehlen, einen Termin noch im ersten Quartal 2026 einen Termin festzusetzen. Insbesondere die Ressorts Jugend, Gesundheit und Pflege sollten einbezogen werden. Die Interessenvertretungen der Menschen mit Behinderungen (§ 8 Abs. 3 LGBG), die Arbeitsgruppe für Menschen mit Behinderungen (§ 19 Abs. 1 LGBG) sowie die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen sollten verbindlich teilnehmen. Der Fachbeirat bietet seine Unterstützung an.

Außerdem fand ein Gespräch mit der Senatorin über die Umsetzung der Verwaltungsvorschriften für die Zumessung von Lehrkräften an öffentlichen Berliner Schulen 2025/2026 statt und es gab von Frau Winter-Witschurke die aktuellen statistischen Daten aus dem letzten und diesem Schuljahr über Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Die Daten zu diesen beiden Themen findet ihr in dem Protokoll des Fachbeirats, das wir auf unserer Homepage im internen Bereich hochladen.

11. Inklusions-Veranstaltung der GEW

Bei der Veranstaltung am 29. Januar kamen ca. 30 Vertreter:innen aus dem Bildungsbereich zusammen, die strategisch über ein gemeinsames Vorgehen und ein gemeinsames Ziel für die Berliner Schule diskutiert haben. Es wurde sich auf Vorschlag des VBGL darauf geeinigt, sich als „Berliner Bildungsbündnis“ zusammenzuschließen. Die Diskussion zeigte die z.T. sehr großen Unterschiede in den Positionen der Teilnehmenden, aber es wurde auch sich darauf verständigt, im Juni eine gemeinsame große Veranstaltung mit den Spitzenkandidat:innen der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus zu machen. Es wurde sich hier bewusst dagegen entschieden, zur Veranstaltung die Bildungspolitiker:innen einzuladen, weil diese nicht über die Finanzen entscheiden. Anfang März und Mitte April finden weitere Treffen statt, um die Eckpfeiler eines „Common Sense“ festzulegen.

12. Termine

Datum Anlass Uhrzeit
12. März 2026 2. Online Versammlung 18 Uhr
23. April 2026 Jahreshauptversammlung 13 Uhr
21. Mai 2026 3. Online Versammlung 18 Uhr
25. Juni 2026 Sommerfest
Schleusenkrug
Müller-Breslau-Str. 14b, 10623 Berlin
18 Uhr

13. Mitglied werden – gemeinsam stärker

Der VBGL vertritt die Interessen der Berliner Grundschulleitungen in Politik und Verwaltung. Umso wichtiger ist Ihre Beteiligung: Mit Ihrer Mitgliedschaft stärken Sie die gemeinsame Stimme – und profitieren gleichzeitig von Informationen, Austauschformaten und Weiterbildung.

Gemeinsam gestalten wir eine starke
und zukunftsorientierte Grundschullandschaft.

Mit herzlichen Grüßen
Guido Richter, Stefanie Winde, Christiane Bauer, Giorgina Kazungu-Haß

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